Signatur der funktionellen Konnektivität im Ruhezustand der Behandlungseffekte von rTMS beim Mal-de-Debarquement-Syndrom

Abstrakt

Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) wurde in experimentellen Protokollen zur Behandlung des Mal-de-Debarquement-Syndroms (MdDS) eingesetzt, einer neurologischen Erkrankung, die einen maladaptiven Zustand des Gehirns darstellt, der aus der Mitnahme externer oszillierender Bewegungen resultiert. Medizinische Behandlungen und Biomarker für MdDS sind nach wie vor begrenzt, aber die Neuromodulation mit rTMS hat Hinweise auf therapeutische Wirkungen gezeigt. Die aktuelle Studie nutzte einen Neuroimaging-Ansatz, um die neuromodulatorische Wirkung von rTMS auf MdDS zu untersuchen. Zwanzig Personen mit MdDS erhielten fünf tägliche Behandlungen mit rTMS über dem bilateralen dorsolateralen präfrontalen Kortex (DLPFC). Die Teilnehmer erhielten 1 Hz über den rechten DLPFC (1200 Impulse), gefolgt von 10 Hz über den linken DLPFC (2000 Impulse). Vor und nach den Behandlungen wurde ein fMRT im Ruhezustand erfasst, um funktionelle Konnektivitätsänderungen zu bestimmen, die mit einem positiven Behandlungseffekt verbunden sind. Es wurde ein auf einer Einzelperson basierendes Analyseprotokoll entwickelt, um den Grad der funktionellen Konnektivität im Ruhezustand zwischen dem rTMS-Ziel und dem entorhinalen Kortex zu erfassen, einem Bereich, der zuvor bei MdDS als hypermetabolisch nachgewiesen wurde. Unsere Ergebnisse zeigten, dass die Wahrnehmung von Schaukelbewegungen bei Probanden durch rTMS gegenüber dem DLPFC moduliert wurde. Verbesserungen der Symptome korrelierten am stärksten mit einer post-rTMS-Verringerung der funktionellen Konnektivität zwischen dem linken entorhinalen Kortex und dem Precuneus, dem rechten unteren Parietallappen und dem kontralateralen entorhinalen Kortex, die Teil des posterioren Standardmodusnetzwerks sind. Eine positive Reaktion auf rTMS korrelierte mit einer höheren funktionellen Grundkonnektivität im Ruhezustand zwischen dem DLPFC und dem entorhinalen Kortex. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die präfrontal-limbische funktionelle Konnektivität zu Beginn als Prädiktor für das Ansprechen der Behandlung auf die präfrontale Stimulation bei MdDS dienen kann und dass die funktionelle Konnektivität im Ruhezustand als dynamischer Biomarker für den Symptomstatus dienen kann.

SCHLÜSSELWÖRTER: Netzwerk im Standardmodus; Magnetresonanztomographie der funktionellen Konnektivität im Ruhezustand (R-fMRT); Transkranielle Magnetstimulation (TMS); MdDS-Behandlung

Online veröffentlicht: 1. November 2017  https://doi.org/10.1089/brain.2017.0514